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Bildung schafft Perspektiven
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Aktuell

30. 03. 2009

InBIT Ostwestfalen-Lippe, Pressemitteilung: "Die Glocke" vom 13. März 2009

 

Ketteler-Schule geht neue Wege

Beckum: Keine Ahnung welcher Job zu einem passt? Dieses Schülerproblem wollen die Ketteler-Hauptschule und das Institut für Betriebsorganisation und Informationstechnik gGmbH (InBIT) mit einem ganz neuen Konzept besser in den Griff bekommen.

Seit gut sechs Wochen läuft die Berufseinstiegsbegleitung durch das InBIT an der Schule, und die ersten Erfahrungen der beiden Einstiegsbegleiterinnen Sylvia Heidmeier und Melek Kabak sind vor allem eins: positiv.

"Wir haben hier Schüler angetroffen, die vor allem im Bereich der sozialen Kompetenzen sehr gut entwickelt sind. Das hatten wir nicht erwartet", erläuterte Heidmeier ihre ersten Eindrücke.

Sowohl für die Schule als auch für InBIT ist diese Form der Zusammenarbeit Neuland. Nur zwei Schulen im Kreis Warendorf hatten überhaupt die Chance bekommen, bei dieser neuen Form der Berufseinstiegsbegleitung mitzumachen. Dementsprechend wird sich von dem Projekt einiges erhofft.

Es geht darum, Schülern, die noch wenig Orientierung hinsichtlich ihres Berufsweges haben, schon während der Schulzeit konkrete Hilfsangebote zu unterbreiten. Vier Punkte bilden die Kernanliegen bei der Einstiegsbegleitung: Erreichung eines allgemein bildenden Schulabschlusses (durch Nachhilfeangebote), Berufsorientierung und Berufswahl (Betriebsbesichtigungen), gezielte Ausbildungsplatzsuche (Bewerbungstraining) und eine Stabilisierung des gefundenen Arbeitsverhältnisses (die InBIT-Betreuung wird auch während der Ausbildung - maximal zwei Jahre lang -) fortgeführt.

"24 Schüler der Stufe neun haben wir für das Programm ausgewählt. Es geht jetzt über zwei Jahre. Wir sind auch froh, dass wir lokale Betriebe gefunden haben, die als externe Partner wichtige Unterstützungsarbeit leisten", erklärte Schulleiter Heiner Hüffer.

Vor allem auf die Begleitung des Programms durch die lokale Wirtschaft setzt InBIT. Dass soll aber nicht durch noch mehr Praktika ausgedrückt werden. "Wichtig ist vor allem, dass Unternehmen den Schülern vermitteln, dass sie gebraucht werden, dass sie sehr wohl Perspektiven haben. Daher wollen wir durch gezielte Firmenbesuche über einen längeren Zeitraum das Interesse für den jeweiligen Wunschberuf wecken", erläuterte Michael Dilla, Ausbildungsleiter der Firma Beumer, die neue Strategie. Sie solle das Praktikum ergänzen.