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Bildung schafft Perspektiven
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Aktuell

06. 01. 2009

InBIT Ruhr

 

Modellprojekt Führungs- und Managementassistentin wurde erfolgreich abgeschlossen

Am 30. Dezember 2008 endete die Qualifizierungsmaßnahme zur Führungs- und Managementassistentin, die von InBIT Ruhr erstmalig durchgeführt wurde, erfolgreich: 50 % der Teilnehmerinnen konnten zum 01. Januar 2009 in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, bei weiteren 25 % stehen die Prognosen sehr gut nach Abschluss des Vermittlungspraktikums zum 01. Februar 2009 in ihrem Praktikumsbetrieb übernommen zu werden. Die 10-monatige Maßnahme richtete sich speziell an Frauen, insbesondere Wiedereinsteigerinnen, Migrantinnen und Frauen die schon längere Zeit arbeitslos waren. Ziel der Qualifizierung war es, Frauen mit kaufmännischer Ausbildung oder Erfahrungen im Sekretariat für eine enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung, dem Management und den Führungskräften zu qualifizieren. Die Erfolge geben dem Konzept recht: denn unseren Teilnehmerinnen ermöglichte diese Maßnahme den Einstieg in sehr gute berufliche Positionen. Darunter waren bspw. Stellen als Führungs- und Managementassistentin in der Universität Bochum, der Bundesknappschaft, einem großen Wohnungsbauunternehmen, einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis, in der Multimediabranche oder im Arena-Hotel in Gelsenkirchen.

Das Unterrichtskonzept bereitete unsere Teilnehmerinnen darauf vor, selbständig und eigenverantwortlich tätig zu werden, um so eine wertvolle Unterstützung für den Managementbereich zu sein. Es wurde praxisnahes und branchenübergreifend anwendbares Wissen vermittelt. Schwerpunkt der Qualifizierung waren moderne Organisationsstrategien bis hin zur Personalführung, aber auch der Erwerb von Wissen in den Bereichen Management und Kommunikationstechniken, Betriebswirtschaftslehre, Betriebssoziologie sowie EDV-Softwareanwendungen. Aktuelles Wirtschaftsenglisch rundete diesen Lehrgang ab. Ein Praxismodul, in einer Übungsfirma, bot die Umsetzungsmöglichkeiten für die erworbenen Kenntnisse.

Ausgangslage für die Entwicklung dieser Qualifizierungsmaßnahme bildete die Tatsache, dass in nahezu allen Unternehmen heute stärker denn je umstrukturiert und rationalisiert wird. Führungskräfte und Manager haben inzwischen immer größere Aufgabengebiete zu bewältigen. Das wirkt sich auf das Umfeld aus: das klassische Sekretariat ist kaum noch gefragt. Stattdessen werden heute Mitarbeiter/innen gesucht, die vielseitiger, qualifizierter und selbständiger arbeiten als früher und über vielseitige Kenntnisse in der Managementunterstützung und - kooperativen verfügen. Eine durchgeführte Stellenanzeigenanalyse ergab, dass der Arbeitsmarkt aufnahmefähig für dieses Qualifikationsprofil ist. Beschäftigungsfelder finden sich in größeren Unternehmen aller Wirtschaftszweige, wie z. B. Handel, Medien und Information, Dienstleistungsbereich, Tourismus, Gesundheitswesen und v.a.

Eine Wiederauflage des Modellprojekts, das aus Mitteln des Landes NRW und der Europäischen Union finanziert wurde, ist in Bottrop in Planung. Erste Vorgespräche mit den ARGEN im Emscher-Lippe-Raum wurden geführt und Interesse wurde bekundet, die Maßnahme als FbW-Maßnahme langfristig zu etablieren. Geplant ist allerdings die Maßnahme auch für männliche Teilnehmer zu öffnen, denn auch das Berufsbild des Managementassistenten wird immer stärker nachgefragt. Beispielsweise sucht die ruhrgebietsweit ansässige Baumarktkette "Hellweg" regelmäßig junge männliche und weibliche Führungs- und Managementassistenten als "Ideengeber".