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Leonardo da Vinci Mobilitätsprojekt
Benachteiligte Jugendliche vom 18.10. bis 07.11.2009 in Prag
Im Zeitalter der Globalisierung und in einem immer enger zusammenwachsenden Europa spielt berufliche Mobilität eine zentrale Rolle. Sie fördert europäisches Bewusstsein und legt den Grundstein zur Teilnahme des Einzelnen am europäischen Beschäftigungsmarkt.
Im Rahmen des Leonardo Da Vinci Mobilitätsprojektes, in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), haben 12 Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres zum Verkäufer und Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk Fleischerei/Bäckerei einen 3-wöchigen Auslandsaufenthalt in Prag mit fachpraktischen Schulungen in der Tschechischen Republik absolviert.
Bei den Teilnehmern handelte es sich um benachteiligte Jugendliche, die die InBIT gGmbH Erfurt im Auftrag der Agentur für Arbeit / ARGE Erfurt in den jeweiligen Berufen ausbildet. Für diesen Personenkreis ist es durchaus nicht alltäglich, im Rahmen der überbetrieblichen Benachteiligtenausbildung Auslandserfahrungen sammeln zu können.
Die Auszubildenden haben in ihrem Gastland praktische Erfahrungen in Betrieben gesammelt, sie haben neue Produktionsverfahren aus dem Lebensmittelbereich und anderen Warengruppen kennen gelernt, und so ihr Fachwissen unter anderen Bedingungen eingesetzt und erweitert; sprachliche, interkulturelle und soziale Kompetenzen weiter entwickelt und neue Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung erhalten.
Ausbildungsinhalte vor Ort:
- Sammeln von praktischen Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben
- Kennenlernen der neuen Lebensmittelbereiche
- Exkursionen in Fachbetriebe
- Kennenlernen des tschechischen Ausbildungssystems
- Praktische und theoretische Unterweisungen in tschechischer Berufsfachschule
- Entwicklung der sprachlichen, sozialen und interkulturellen Kompetenzen
Mit dem Mobilitätsaufenthalt wurde das Ziel verfolgt, die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer zu erhöhen. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Auslandspraktikums erhalten alle Teilnehmer den Europass Mobilität, so dass die Auslandserfahrungen nachhaltig dokumentiert und zertifiziert sind (siehe: http://www.europass-info.de/de/europass-mobilitaet.asp).
Besonders gefallen hat den Teilnehmern das Kennenlernen eines für sie unbekannten Landes und dessen Sitten. Schnell konnten die Auszubildenden im Arbeitsprozess viele Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf ihre einzelnen Tätigkeitsbereiche in Deutschland erleben und praktisch erfahren. Sie lernten neue Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sowie unterschiedlichste Standards kennen. Auch die neue Gruppenerfahrung stärkte den Zusammenhalt untereinander nachhaltig, sodass die interkulturelle Zusammenarbeit der Auszubildenden, durch die enge Kooperation mit der Berufsschule SOU in Prag, zu positiven Rückmeldungen führte. Ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg des Projektes war, dass den Auszubildenden keine Kosten für den Aufenthalt entstanden sind und sie neben den umfangreichen Ausbildungsinhalten an einem vielfältigen und abwechslungsreichen kulturellen Programm teilnehmen konnten.
Wegen der durchweg positiven Resonanz sowie dem erzielten Motivationsschub für die weitere Ausbildung ist es beabsichtigt, das Mobilitätsprojekt auch in den Folgejahren mit neuen Teilnehmern fortzuführen.

